Schweinfurter Bootstrupp im Übungseinsatz

Veranstalter: Wasserwacht Ortsgruppe Schweinfurt

Insgesamt 10 Einsatzkräfte des Schweinfurter Bootstrupps im Wasserrettungszuges Unterfranken haben sich am Main bei Dettelbach (Lkr. Kitzingen) zu ihrer jährlichen Übung in Dettelbach getroffen. Hinzu kamen noch einmal 28 qualifizierte Kräfte des Wasserrettungszuges Ober- und Mittelfranken zur nordbayerischen Fortbildung der WASSERWACHT BAYERN.

Schwerpunkt des Übungswochenendes des WASSERWACHT Bezirkes Unterfranken, war die Fortbildung der beiden Wasserrettungszüge am Samstag zum Thema Deichsicherung und begleitende Sicherungsmaßnahmen. Hierfür reisten viele Ehrengäste, z.B. auch aus dem Bayerischen Innenministerium, München, der Regierung von Unterfranken oder von der Wasserschutzpolizei an, die dieses besondere Konzept inhaltlich und didaktisch kennen lernen wollten.

"Ihr alle verbringt ein anstrengendes und lehrreiches Wochenende in Dettelbach - ihr opfert keine Zeit und Einsatzengagement, da ihr hier auch viel mitnehmen könnt: Wissen und Kameradschaft - weit über die üblichen Grenzen hinaus", so Direktor Reinhold Dietsch, BRK-Bezirksgeschäftsführer, Würzburg.

Dank der großzügigen Unterstützung durch die Stadt Dettelbach konnten die Einsatzkräfte das gesamte Gelände um die Station der WASSERWACHT Dettelbach ausgiebig nutzen. Doch ohne die hervorragende Unterstützung der Aktiven der WASSERWACHT Dettelbach, wäre dieses Wochenende nicht möglich gewesen.

Der Sonntag wurde für eine sehr realistische Übung in enger Kooperation mit dem THW Kitzingen genutzt. Ein havariertes Frachtschiff hatte 8 simulierte verletzte Arbeiter im Frachtraum und im Maschinenraum. Diese galt es von den Helfern des THW und der WASSERWACHT zu retten. Die Problematik des großen Höhenunterschiedes zwischen dem Boden des Frachtraumes und dem Freibord sowie wieder hinunter auf die kleineren Motorrettungsboote wurde gemeinsam mit Leitern, Spineboards und Korbschleiftragen gelöst.

Ziel der Übung war eine Qualitätssicherung für die Helfer der WASSERWACHT zu erreichen. In den Booten sind junge, neue aber auch erfahrene Einsatzkräfte. Sie sollen ihre persönlichen Grenzen, sowie die Grenzen der Ausrüstung kennen lernen. Im Einsatz wird kein Fehler verziehen. Gerade für junge Wasserretter ist die Ausbildung wichtig, verstreichen oft Jahre bis es tatsächlich zu einer Hochwasserkatastrophe kommt. Wichtig, in einer gefährlichen Situation das Richtige zu tun, bevor Schaden für Mensch oder Material entsteht:

„Auf meinen Bootsführer muss ich mich verlassen können“, sagt Jens Gude (29). „Unter Umständen muss ich während der Fahrt einen Patienten versorgen und kann mich selbst nicht festhalten“ so Gude weiter. Die Verantwortung der Bootsführer ist groß, deshalb bildet die WASSERWACHT ihrer Bootsführer selbst für diese anspruchsvolle Tätigkeit aus.

Landrätin Tamara Bischof besuchte am Sonntag gemeinsam mit Kreisgeschäftsführer Harald Erhard die übenden Truppen in Dettelbach und konnte sich von der sehr hohen Einsatzqualität der WASSERWACHT und des THW Kitzingen ein Bild machen.

"Die hohe Einsatzbereitschaft unserer ehrenamtlichen Wasserretter, Taucher, Bootsführer und Führungskräfte beweist die gute Ausbildung der WASSERWACHT Bayern", so Andreas Dietz, Technischer Leiter der WASSERWACH BAYERN aus Passau, welcher eigens für die Fortbildung in Dettelbach den weiten Weg auf sich genommen hat.